Aktuelles

05.10.2019 - 20.000 Blumenzwiebeln für Monheims Bienen - Bürgermeister Günther Pfefferer und Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer graben und pflanzen mit uns

Am 5. Oktober trafen sich einige der Monheimer Bienenfreunde zum Setzen von Blumenzwiebeln. Trotz Nieselregen konnten wir an diesem Vormittag 10.000 Zwiebeln in die Erde bringen!

 

Gepflanzt wurden die Zwiebeln in Grünflächen in der Donauwörther-, Neuburger-, Treuchtlinger– und Nürnberger Straße, auch im Holzapfelgarten werden nächstes Jahr Krokusse blühen. Das größte Projekt war aber der Stadtgraben neben der Fußgängerampel. Dort haben wir unter anderem einen Smiley mit 6m Durchmesser gepflanzt und hoffen, dass er uns im Frühling entgegenlächelt.

 

An die 30 Bienenfreunde waren im Stadtgraben mit dabei, vom Kindergartenkind bis zum Rentner war jede Altersgruppe vertreten. Viele haben sich aber auch Zwiebeln abgeholt und sie zu einem anderen Zeitpunkt gesetzt. Bis Ende Oktober werden so alle 20.000 Blumenzwiebeln im Boden auf den Frühling warten.

 

Einige Zwiebeln sind auch in den Blumenbeeten, Blumenkästen und auf der Verkehrsinsel in der Innenstadt gelandet, die die Monheimer Bienenfreunde seit diesem Jahr pflegen. Dort werden im nächsten Jahr auch verschiedene Arten von Zierlauch im Sommer unseren Insekten eine reiche Nahrungsquelle bieten.

 

Gesetzt wurden vor allem aber die Zwiebeln von ganz früh blühenden Blumen, wie z.B. Winterling, Wildkrokus und Schneeglanz. Diese Pflanzen bieten bereits im März Pollen für unsere Insekten. Und dieser Pollen wird nicht nur von den Honigbienen benötigt, auch die Hummelköniginnen sind so früh im Jahr dringend auf frischen Pollen angewiesen wie auch die ersten Wildbienen. Blütenpollen ist die Eiweißnahrung unserer Insekten und absolut notwendig für die Aufzucht der Brut.

 

 

Unterstützt wurden wir bei unserer Aktion von Bürgermeister Günther Pfefferer und der Landtagsabgeordneten Eva Lettenbauer. Die Stadt Monheim stellte uns 500€ zum Kauf der Zwiebeln zur Verfügung und die ProGeMo Monheim finanzierte weitere 3.000 Krokusse. ‚Auch die übrigen Zwiebeln werden aus Spenden finanziert. Jeder kann sich hier mit einer kleinen Summe beteiligen und wir freuen uns weiterhin über jeden Euro der uns hilft, weiterhin solche Aktionen zu finanzieren.


26.09.2019 - a.tv berichtet über unsere Projekte

In der Sendung "Zwischen Donau und Ries" besuchte a.tv den Imkerverein Monheim (bitte vorspulen auf den zweiten Teil ab 08:50)


14.09.2019 - Wir haben gewonnen

Beim bundesweiten Pflanzwettbewerb von „Deutschland summt“ hat unser Projekt „Wir lassen Monheim blühen“ einen Sonderpreis in der Kategorie kommunale Flächen erhalten.

„Viel mehr kann man gar nicht mehr gewinnen“ so Corinna Hölzer, die Initiatorin des Wettbewerbs, bei der Preisverleihung am 14. September in Berlin. Dort wurde unser Projekt ausführlich vorgestellt. Besonderes Lob bekamen wir für unseren Zusammenhalt. Dass so viele Vereine und Gruppen in einem Ort gemeinsam für die Bienen neues Nahrungsangebot schaffen, gab es bisher noch nie in Deutschland!

 

Und tatsächlich haben viele gemeinsam an diesem Projekt gearbeitet: Imkerverein, Obst- und Gartenbauverein, Kinder und Jugendliche der Wasserwacht, Frauenbund, die Ministranten, der Pfarrgemeinderat, die Ortsgruppe vom BUND Naturschutz. Natürlich war auch der Kindergarten mit dabei: die Bienengruppe, die Schmetterlingsgruppe und die Delphine haben mitgemacht! Auch die Politik war in unserer Gruppe gut vertreten, einige Stadträte schaufeln und Pflanzen in unserer Gruppe mit. Die CSU Ortsgruppe und die SPD Ortsgruppe betreuen jeweils eigene Beete. Viele Familien und Privatpersonen haben auch fleißig mitgearbeitet und viel neues Nahrungsangebot für unsere Insekten geschaffen.

Wie immer, war auch bei diesem Projekt der Anfang nicht ganz problemlos. Im ersten Jahr muss man erst die Erfahrung sammeln, welche Pflanzen wirklich für eine Stelle geeignet sind. Schwierig war hier vor allem der sehr heiße Sommer, der uns einige Blumen gekostet hat.

Am Ende unseres ersten Sommers möchte ich mich recht herzlich bei allen Helfern bedanken. Ein besonderer Dank gilt der Stadt Monheim, Herrn Bürgermeister Günther Pfefferer, sowie dem Stadtrat für die Unterstützung und Hilfe bei der Finanzierung unseres Projektes. Für die viele Zeit die investiert wurde und auch für die Bereitschaft etwas Neues anzufangen, ohne dass wir genau wussten, wie es werden würde. Vielen Dank, ohne die Hilfe so vieler Personen wäre das Projekt nicht möglich.

 

Die Monheimer Bienenfreunde machen weiter! Wer sich uns anschließen möchte, kann sich gerne beim Imkerverein melden, wir freuen uns über weitere Helfer.


09.08.2019 - Jugendgruppe bastelt Bienenwachstücher

Bei unserem nächsten Treffen, am Samstag, dem 21. September von 09:30 bis 11:30 Uhr werden wir uns mit dem Wachs der Bienen beschäftigen und selbst Bienenwachstücher herstellen. Mit diesen können wir dann künftig unsere Brotzeit umweltfreundlich und individuell einpacken.

 

Damit wir das Material kalkulieren können, bitte Anmeldung bei Renate Röding.


01.08.2019 - Imkerverein feiert Sommerfest

Einer der Höhepunkte im Vereinsleben ist unser jährliches Sommerfest am ersten Donnerstag im August.

 

In diesem Jahr gab es allerdings eine Besonderheit: wir hatten die Helfer der Aktion „Wir lassen Monheim blühen“ eingeladen. Viele Blühpaten folgten unserer Einladung und so konnte Bürgermeister Günther Pfefferer etwa 30 Helfern zum Dank für ihr Engagement ein Glas Monheimer Sommerhonig überreichen.

 

In einer kurzen Ansprache bedankte sich Bürgermeister Pfefferer bei allen Helfern. Besonders betonte er, wie wichtig es jetzt ist, am Ball zu bleiben und weiter für bienenfreundliche Bepflanzungen in der Stadt Monheim und ihren Ortsteilen zu sorgen. Im Herbst wird der Imkerverein gemeinsam mit der Stadt Monheim eine große Zwiebelpflanzaktion starten. Ziel ist es, Rasenflächen mit Krokuszwiebeln in Blühflächen zu verwandeln.

 

Ein herzliches Dankeschön noch einmal an die vielen Helfer, die unser Projekt unterstützt haben. Der deutschlandweite Wettbewerb von „Deutschland summt“ ist beendet, jetzt heißt es das Ergebnis abzuwarten. Sicher ist auf jeden Fall: wir haben in Monheim einige schöne neue Blühflächen geschaffen und das ist nicht nur ein Gewinn für unsere Insekten, sondern auch für uns! Vielen Dank auch für die vielen Salat und Kuchenspenden am Sommerfest, dank derer wir ein hervorragendes Essen genießen konnten.


24.03.2019 - Monheim blüht - beim bundesweiten Pflanzwettbewerb

Auch in diesem Jahr nimmt Monheim unter der Koordination des Imkervereins am bundesweiten Pflanzwettbewerb der Initiative "Deutschland summt" teil.

 

Unsere Beiträge:

in der Kategorie "kommunale Flächen"

in der Kategorie "private Flächen"


14.02.2019 - Volksbegehren Artenvielfalt erfolgreich

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis haben sich bayernweit 18,4% der Wahlberechtigten eingetragen. Das Volksbegehren ist damit erfolgreich und nunmehr muss sich der Landtag mit dem Gesetzentwurf befassen.

 

 

Die Ergebnisse der VG Monheim:

Stadt Monheim: 672 Stimmen (17,16%)

Daiting: 59 Stimmen (9,44%)

Buchdorf: 178 Stimmen (12,99%)

Rögling: 109 Stimmen (20,45%)

Tagmersheim und Blossenau: 131 Stimmen (16,19%)


31.01.2019 - Volksbegehren Artenvielfalt: Wir haben uns eingetragen

Am Donnerstag, dem 31.01.2019 war eine kleine Gruppe von Imkern und Bienenfreunden gemeinsam zum Eintragen im Rathaus.

Am 1. Februar kam unsere Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer nach Monheim um sich einzutragen. Sie hat im Anschluss noch ein kurzes Video für Facebook gedreht und sich an der Bienenchallenge beteiligt. Auch unser Diakon Thomas Rieger, die Stadträte Helga Utjesinovic, Christine Scheuenpflug und Lorenz Akermann unterstützen das Volksbegehren.

Folgen Sie unserem Beispiel und tragen Sie sich bis spätestens 13. Februar im Rathaus für das Volksbegehren Artenvielfalt ein.

16.01.2019 - Imkerverein Monheim tritt dem Aktionsbündnis "Rettet die Bienen" bei

Am 10. Januar ist der Imkerverein Monheim dem Aktionsbündnis „Rettet die Bienen“ im Landkreis Donau- Ries beigetreten. Die Vorstandschaft steht geschlossen hinter diesem Volksbegehren und hofft auf die Mithilfe aller Monheimer, damit das Volksbegehren ein Erfolg für Bienen, Natur und Umwelt wird. Auch die Imkervereine Donauwörth, Rain am Lech und die Rieser Imker sind dem Aktionsbündnis beigetreten.

 

Selten haben wir als Bürger die Gelegenheit, unsere Heimat zum Positiven zu verändern. In der Zeit vom 31. Januar bis zum 13. Februar 2019 können wir es tun! Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit, um sich im Rathaus einzutragen. Gemeinsam können wir etwas bewegen, machen Sie mit!

 

Rathaus Monheim, Zimmer 2

Mo, Di, Mi: 07:30 – 12:15 Uhr und 13:00 - 16:00 Uhr

Do: 07:30 - 12:15 Uhr und 13:00 - 18:00 Uhr

Fr: 07:30 - 12:15 Uhr

 

Zusätzlich geöffnet:

Donnerstag, 07.02.: 13.00 – 20.00 Uhr

Sonntag, 10.02.: 10.00 – 12.00 Uhr

 

Nehmen Sie bitte Ihren Personalausweis mit!


24.10.2018 - Fördergelder für Jugendarbeit zum Thema Natur und Umwelt

Die Jugendgruppe des Imkervereins Monheim erhielt von der Stiftung der Sparkasse Donauwörth einen Förderpreis in Höhe von 300€.

Da unsere Gruppe erst seit wenigen Monaten besteht, freut uns dieses Geld ganz besonders. Gemeinsam wurde beschlossen, es für T-Shirts und Schutzkleidung zu investieren.

 

Wer Interesse an unserer Jugendgruppe hat, kann sich uns gerne anschließen. Unser nächstes Treffen findet am Samstag, den 01.12.2018 um 10:00 Uhr am Lehrbienenstand statt.

Alle interessierten Jugendlichen sind herzlich eingeladen.


11.10.2018 - Wir pflanzen Blumenzwiebeln

Am 11.10. trafen wir uns am Lehrbienenstand, um unseren Imkergarten auf den Winter vorzubereiten. Die hochgewachsenen Bienenweiden wurden gemäht, Sträucher und Büsche zugeschnitten. Das viele Schnittgut auf einen großen Hänger zu bekommen, war gar nicht so einfach.

Zu den Vorbereitungen vor dem Winter gehört natürlich auch, dafür zu sorgen, dass im nächsten Jahr schon sehr früh die ersten Blüten als Nahrungsangebot für unsere Bienen und Wildbienen blühen.

 

Noch während der letzte Schnee schmilzt, blühen die ersten Frühblüher, z. B. die Winterlinge. Für unsere Bienen sind sie eine sehr wichtige Pollenquelle. Bald danach blühen die Krokusse, auch sie bieten wertvollen Pollen, gleichzeitig aber auch schon reichlich Nektar. Nach dem Winter sind die Vorräte der Bienen erschöpft, die Krokusblüte liefert gesunde und frische Nahrung. Auch die Hummeln sind auf diese Frühblüher angewiesen. Die überwinterte Hummelkönigin braucht frischen Pollen, um einen neuen Hummelstaat aufzubauen.

 

Deshalb hat unsere Jugendgruppe 1100 Zwiebeln von Krokus und Winterling gesetzt. Eine Gartenarbeit, die schnell erledigt ist und uns im nächsten Jahr den Frühling bunt blühen lässt. Wer im Frühling am Lehrbienenstand vorbei geht, kann dann hoffentlich den Erfolg unserer Arbeit bewundern und sich auf eine kleine Überraschung freuen, die die Jugendgruppe in die Wiese gepflanzt hat.

Dank der vielen Helfer waren wir in weniger als zwei Stunden fertig und konnten unsere Brotzeit gemeinsam genießen.


15.09.2018 - Kindergarten und Imkerverein Monheim erzielen 3. Platz beim Wettbewerb "Deutschland summt"

Am 15. September fuhren wir gemeinsam mit der Bahn nach Berlin. Im Ökowerk fand dann die Preisverleihung statt. Im Lauf dieser Veranstaltung konnten wir wirklich spannende Projekte kennen lernen und viel Interessantes zum Thema bienenfreundliches Gärtnern erfahren.

 

Zu Beginn der Preisverleihung sahen wir die Theateraufführung "Hymenoptera – Die wilden Bienen" von Fräulein Brehms Tierleben. Bei Kaffee und Kuchen gab es die Gelegenheit, sich auszutauschen und andere Teilnehmer kennenzulernen. Im Garten des Ökowerks konnten wir dann noch gemeinsam mit einem Imkermeister ein Hornissennest bewundern.

 

Wer unseren Wettbewerbsbeitrag noch einmal nachlesen möchte kann das gerne unter: https://wettbewerb.wir-tun-was-fuer-bienen.de

 

Ein Blick in die Beiträge der anderen Gewinner lohnt sich, es wurden absolut sehenswerte Projekte ausgezeichnet. Vielleicht wollen ja im nächsten Jahr ein paar Monheimer teilnehmen?

 

Der Hintergrund des Wettbewerbs ist ernst. Von den fast 600 Wildbienenarten in Deutschland sind die ersten bereits ausgestorben. Viele weitere stehen auf der roten Liste. Wildbienen sind für unsere Umwelt absolut existenziell. Es gibt Wildpflanzen die nur durch eine einzige Wildbienenart bestäubt werden. Beide können also nur gemeinsam weiterexistieren. Wir alle wissen, dass ein Drittel unserer Nahrung unmittelbar von der Bestäubungsleistung von Bienen und Wildbienen abhängig ist. Aber auch in der Tierwelt dienen die Insekten als Nahrung. Weniger Insekten bedeuten auch einen Rückgang der Vögel.

 

Gemeinsam können wir etwas dagegen tun, indem wir unsere Gärten zum Lebensraum für Insekten machen. Nachdem wir in diesem Jahr mit Sonnenblumen und Borretsch schon viele Monheimer Gärten mit zusätzlichen, bienenfreundlichen Pflanzen bereichert haben, möchten wir uns im nächsten Jahr natürlich gerne steigern. Unsere erste Idee lesen sie gleich im Anschluss.

 

Wir hoffen weiterhin auf Ihre Mitarbeit, für ein blühendes und summendes Monheim!


Mai 2018 - Kindergarten und Imkerverein Monheim nehmen am Wettbewerb "Deutschland summt" teil

Der Wettbewerb wird online dokumentiert. Genaueres nachzulesen auf der Plattform von "Deutschland summt".


21.01.2018 - Imkerverein Monheim stellt Antrag zur "Bienenfreundlichen Gemeinde"

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,

 

in den letzten Wochen und Monaten haben sich die Meldungen über ein zunehmendes Insektensterben in den Medien gehäuft. Aus diesem Anlass, möchte der Imkerverein Monheim anregen, die Lebenssituation für Bienen, Wildbienen und Insekten in unserer Gemeinde zu verbessern.

 

Wie wir alle wissen, ist die Honigbiene für ein funktionierendes Ökosystem existentiell notwendig, deshalb ist der Schutz der Bienen und Wildbienen für die ganze Gesellschaft ein wichtiges Thema.

 

Schätzungen zu Folge, werden von den 100 Pflanzenarten die über 90% unserer Ernährung bilden, 71 von Bienen bestäubt. Nicht nur Obst ist auf Bienen angewiesen, auch Gemüse wie z.B. die Karotten, kann ohne Bienen keinen Samen ausbilden und sich somit nicht weitervermehren. Aber auch bei Getreide und Ölsaaten ist die Biene für die Bestäubung wichtig. Dadurch ist die Biene das drittwichtigste Nutztier Deutschlands. Eine einzige Honigbiene bestäubt pro Tag ca. 4000 Blüten und das in vorbildlicher Weise – diese Bestäubungsleistung ist nicht ersetzbar!

 

Im Bereich der Stadt Monheim wurde bisher schon viel für die Verbesserung der Lebenssituation der Bienen unternommen. Hierfür sind wir sehr dankbar. Die städtischen Flächen bieten aber noch Möglichkeiten, diesen Weg zu optimieren.

Wir als Imkerverein bieten dieses Jahr wieder eine Informationsveranstaltung für die Bürger der Stadt Monheim an, die sich über bienenfreundliche Pflanzen informieren möchten. Uns ist es wichtig, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren. Natürlich ist auch die Gemeinde Monheim ein wichtiger Partner, um hier bei uns zu Hause Verbesserungen zu erreichen.

 

Durch die intensive Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen wird das Nahrungsangebot für Insekten immer geringer. Mangelernährung durch Monokulturen schwächt die Bienen und Wildbienen. Brutplätze für Wildbienen und andere Insekten werden weniger und mitten im Sommer entstehen Zeiten ohne Blütentracht, die vor allem die Wildbienen massiv gefährden.

 

Der Imkerverein Monheim bittet um Prüfung, ob kommunale Flächen (insbesondere Straßenränder, Böschungen und Grünflächen) durch verschiedene Maßnahmen im Sinne der Insekten aufgewertet werden können. Gut umsetzbar ist beispielsweise:

  • Grünflächen in einer sogenannten Staffelmahd zu mähen, ähnlich wie das bereits bei den Hecken geschieht. Hierbei werden Flächen immer nur in Teilen gemäht, so dass auf den anderen Teilbereichen, die weiter wachsen, Blühpflanzen zur Blüte kommen können.
  • Entfernen von Schnittgut fördert das Ausbilden von Magerrasen. Dort blühen heimische Wiesenblumen. Zu Beginn ist es sinnvoll, hier mit Wildblumensamen die Blütenvielfalt zu fördern.
  • Reduktion auf ein bis zwei Schnitte pro Jahr, ermöglicht ein Aussamen der Flächen und sorgt nach einigen Jahren für Artenvielfalt bei den Pflanzen. Gleichzeitig bieten diese Flächen Rückzugsmöglichkeiten für andere Insekten (z.B. für Schmetterlinge zur Aufzucht von Raupen).
  • Ein Mähen mit dem Balkenmäher tötet deutlich weniger Insekten, und ist deshalb zu bevorzugen.
  • Rasenflächen (z.B. der Wegrand in der Wittesheimer Straße) können durch Blühpflanzen ersetzt werden. Dies ist bereits bei der Neugestaltung der Donauwörther Straße an der Friedhofsmauer vorbildlich umgesetzt worden. Rasenflächen können aber auch kostengünstig durch Blumenwiese ersetzt werden.
  • Bei der Auswahl von Pflanzen sollte auf heimische Pflanzen und Hölzer geachtet werden, die Pollen und Nektar tragen.
  • Verzicht auf den Einsatz von Insektiziden wo möglich. Ist ein Einsatz nicht vermeidbar, sollte auf schädlingsspezifische Insektizide zurückgegriffen werden, um andere Insekten zu schonen.

Manche diese Maßnahmen verändern die Optik von Flächen im Stadtgebiet. Es kann sein, dass eine Fläche auf den ersten Blick nicht so „gepflegt“ erscheint wie gewohnt. Um Kritik vorzubeugen, sollten die Bürger der Stadt Monheim in der Stadtzeitung, oder durch Hinweisschilder auf den Sinn dieser Veränderungen hingewiesen werden.

 

Gerne ist der Imkerverein Monheim bereit, hierzu weitere Informationsveranstaltungen am Lehrbienenstand für alle Interessierten anzubieten.

 

In den letzten Jahren haben sich einige Kommunen auf den Weg gemacht, insektenfreundlicher zu werden. Wir würden uns freuen, wenn auch die Stadt Monheim diesen Weg geht.

 

Unter http://www.moessingen.de kann man nachvollziehen, wie die Stadt Mössingen zur Blumenstadt wurde. Sicherlich kann auch die Stadt Monheim dort Informationen aus erster Hand bekommen.

 

Auf lange Sicht bietet eine Umgestaltung zur bienenfreundlichen Stadt viele Vorteile. Blühende Flächen passen gut ins Stadtbild und erfreuen auch unsere Besucher. Eine Veränderung bietet aber auch großes Einsparpotential, wie in Mössingen festgestellt werden konnte.

 

Rasen benötigt viel Zeit zur Pflege, Blühflächen die im Gegensatz dazu nur ein- bis zweimal pro Jahr geschnitten werden, sparen deshalb Arbeitsstunden die anderweitig zur Pflege und Anlage anderer Kulturen genutzt werden können. Eine Umstrukturierung erzeugt deshalb keine Mehrkosten, sondern - im Gegenteil - sorgt langfristig für Einsparungen und verbessert zusätzlich die Situation der Insekten.

 

Auch der Landkreis Donau- Ries fördert Blühflächen und führt im Jahr 2018 die Aktion „Der Landkreis blüht auf“ fort – sicherlich bietet dies auch der Stadt Monheim Möglichkeiten der Förderung und Unterstützung. Herr Buss vom Landratsamt Donau – Ries ist hier sicher gerne bereit, beratend zu unterstützen.

 

Es grüßen herzlich

 

1. Vorsitzende Renate Röding

2. Vorsitzender Anton Blank


02.11.2017 - Mit einer einstimmig gewählten Vorstandschaft sieht der Imkerverein Monheim e.V. (seit 1885) weiterhin zuversichtlich in die Zukunft.

Vorstand 2017
hinten von links: Ulrich Röding, Anton Blank, Renate Röding, Lorenz Akermann (Wahlleitung), Herbert Zipperer, Johann Gayr, vorne: Claudia Bauch, Helmut Fischer, Franz Reile

Im Rahmen der außerordentlichen Mitgliederversammlung wurden am 02.11.2017 im Lehrbienenstand Monheim Neuwahlen durchgeführt. Als Vertreter des Bürgermeisters hat Lorenz Akermann die Versammlung begleitet und die Wahlen souverän geleitet. Danke nochmal hierfür.

 

Zu den beiden Vorsitzenden wurden Renate Röding und Anton Blank gewählt. Kassier ist Ulrich Röding, Schriftührerin Claudia Bauch. Als Beisitzer wurden Johann Gayr und Franz Reile gewählt. Als Kassenprüfer sind nun Herbert Zipperer und Helmut Fischer tätig.